Alsen: Erster Entwurf kommt gut an

Itzehoer Nachrichten

Architekten zeigen 3D-Animation / Viele Ideen umgesetzt / Bürger vermissen Barrierefreiheit / Lob für Erhalt der industriellen Substanz Itzehoe

shz, 31. März 2012

Wo stehen wir? Welche Ideen haben wir einbauen können? Wie geht es weiter? Das waren die zentralen Fragen, die im Foyer des Rathauses geklärt werden sollten. Das Thema: wieder einmal Alsen, allerdings mit gutem Grund. Nach drei Ideenwerkstätten – zwei für Erwachsene und eine für Kinder –, bei denen Ideen für die Zukunft des Geländes gesammelt wurden, sollte den Beteiligten und Interessierten jetzt präsentiert werden, was aus ihren Vorschlägen geworden ist. Und das konnte sich sehen lassen, wie aus vielen Mündern zu hören war. „So nehmen wir es sofort“, sagte Ratsfrau Sigrun Schmidt (SPD) spontan.

Erstmals zeigten die Architekten Stefan Weiß und Cirsti Barme vom Büro Fabrik No. 40 aus Berlin eine dreidimensionale Animation, die Gebäude und mögliche Gestaltung von außen und innen zeigte. Der virtuelle Gang durch die als „Treibhaus“ betitelte alte Maschinenhalle erntete spontanes Lob. „Ein wirklich schöner Film“, hieß es am Ende. Anschließend beschrieb Landschaftsarchitekt Karl Wefers, welche Gestaltung auf dem Außengelände vorgesehen ist – von der Skater-Anlage über Asphaltflächen für Basketball Rasen für Fußball und einer Dirt-Bahn für BMX-Räder bis zur Open-Air-Bühne. Mehr als 350 einzelne, unterschiedliche Vorschläge seien bei den Ideenwerkstätten zusammengekommen, berichtete Martin Seebauer, der auch im Rathaus wieder die Moderation übernommen hatte. Und von den Vorschlägen der Bürger waren viele von den Planern integriert worden. Dennoch zeigten sich nach wie vor noch Verbesserungsmöglichkeiten, wie sich in den anschließenden Diskussionsrunden zeigte. Als Kritikpunkt wurde die fehlende Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer besonders auf der Außengalerie genannt. Lobend erwähnten viele Teilnehmer, dass in den Plänen viel von der alten Substanz und den industriellen Elementen eingebaut worden sei. Ebenfalls auf ein positives Echo stieß die Integration der vorhandenen Vegetation, bemängelt wurde, dass die Verbindung zur Stör fehle.

Dr. Andreas Koeppen ist mit der Entwicklung für Alsen zufrieden. „Wir sind gut im Zeitplan, gut im Inhaltsplan und gut in der Stadtentwicklung. Auf diesem Weg holen wir ein Stück der Stadt zurück, das bereits in Vergessenheit geraten war“, sagte der Bürgermeister, der auch den weiteren Weg mit den Bürgern gehen will.

Sönke Rother